PODCAST
Die allerwenigsten Menschen fühlen sich wirklich frei vor der Kamera, so geht es uns allen. In der Podcast-Folge „Sprechstunde mit dem Leben“ von Dr. Benjamin Tscheuschner spreche ich über aktives Zuhören beim Erstgespräch, Unsicherheiten vor der Kamera und dem „Loslassen“, Selbstzweifel, Selbstwirksamkeit und wie starke Fotos vor allem in den Momenten dazwischen entstehen können.
In dieser Podcastfolge sprechen wir über Sehen und Gesehenwerden. Darüber, dass sich die wenigsten Menschen wirklich frei vor der Kamera fühlen. Über Zuhören, Selbstzweifel, Selbstwirksamkeit und die besonderen Momente zwischen den Posen.
Darüber, wie viel es mit Menschen machen kann, sich auf Bildern wirklich wiederzuerkennen. Und darüber, warum authentische Fotos oft dann entstehen, wenn Menschen mehr bei sich ankommen.
Wir sprechen auch über meine Anfänge als Fotografin und darüber, wie aufgeregt ich vor meinen ersten Shootings war, warum ich teilweise heute noch Lampenfieber habe und wie sehr Wiederholung, Erfahrung und Selbstwirksamkeit dabei helfen können, sicherer zu werden.
Die allerwenigsten Menschen fühlen sich wirklich frei vor der Kamera. Viele Menschen versuchen erstmal zu performen, das versuchen wir alle zuerst. Wir nehmen Posen ein, sind vorsichtig und bedacht in unserer Bewegung, stehen still und unbewegt oder beobachten uns selbst mkit kritischem Auge. Deshalb können authentische Bilder für mich oft nicht innerhalb der ersten Minuten entstehen, das braucht Zeit, Geduld und meine Unterstützung als Fotografin.
Ich versuche Menschen während ich sie fotografiere Raum zu geben, um anzukommen, sich zu bewegen, zu erzählen und nicht darüber nachzudenken, wie sie gerade wirken.
Denn die stärksten Bilder entstehen oft in den Momenten dazwischen. Und wenn Menschen mehr bei sich selbst sind, und weniger bei der Kamera und im „Performance-Modus“.
Während eines Shootings entstehen oft die spannendsten Momente dann, wenn die Menschen vor meiner Kamera erzählen und über etwas sprechen, das ihnen wirklich wichtig ist, oder ich lasse sie etwas anderes tun wie zum Beispiel schreiben, spielen, umhergehen, lesen. Dann können sie vergessen, dass gerade eine Kamera auf sie gerichtet ist.
Im Podcast sprechen wir auch darüber, wie gut es Menschen tun kann, wirklich gehört und gesehen zu werden. Das ist für mich essentieller Bestandteil des Vorgesprächs und der Planungsphase für ein Personal Branding Fotoshooting. Aber auch Teil des Shootings selbst, denn zuhören und zu sehen bedeutet fast automatisch, dass man dadurch den Raum für authentische Momente öffnet. Und Menschen irgendwann vor der Kamera weniger im „Performance-Modus“ sind und mehr bei sich selbst ankommen.
Der Moment, in dem sie merken, dass sie nicht funktionieren müssen und einfach sein dürfen.
Sabine: Ganz viele Menschen haben wahnsinnig viele Unsicherheiten vor der Kamera. Ich genauso, das haben wir alle. Auch Fotografinnen und Fotografen haben ihre Unsicherheit dann vor der Kamera. Das sind wir keine Ausnahme. Die allerwenigsten Menschen fühlen sich pudelwohl und frei vor der Kamera, also ganz ganz selten.
(…) Ich versuche die Menschen authentisch vor die Kamera zu bringen. Und das ist gar nicht so leicht, weil viele switchen ja dann um und gehen in die Pose. Halten dann ruhig, dass ich fotografieren kann. Und das versuche ich auch während dem Shooting immer mehr aufzulösen, dass ich sie dann umherlaufen lasse, etwas tun lasse, etwas schreiben lasse, mir etwas erzählen lasse. Und dann kommt nach und nach immer mehr wirklich die echte Persönlichkeit raus. Und nicht die Persönichkeit, die vor der Kamera performen möchte.
Benjamin: Wann merkst du, dass diese Person wirklich im Gefühl ist oder bei sich selber ist?
Sabine: Es ist hauptsächlich schon ein Gefühl, so ein Vibe und Feeling, dass jetzt jemand da ist oder sich in dem Bereich aufhält. Gefühl und natürlich auch Körpersprache. (…) Was ich gemerkt habe, was auch wahnsinnig gut helfen kann ist, wenn eine andere Person dabei ist, die sich dezent im Hintergrund aufhält und mit der Person spricht. Gesprächs-Situationen, das hatten wir ja auch in unserem Shooting. Bei Gesprächen bist du dann voll im Thema drin, im Sprechen. Also authentischer geht es gar nicht, du bist voll bei deiner Sache. Und das ist glaube ich das einfachste, jemandem ganz authentisch zu fotografieren, weil jemand einfach gar nicht „vor der Kamera“ ist, sondern beim Thema.
jetzt Folge anhören auf:
Vor meinen ersten Shootings war ich wahnsinnig aufgeregt und teilweise habe ich heute noch Lampenfieber, vor allem dann, wenn ich merke: Ich möchte, dass das wirklich gut wird.
Im Podcast sprechen wir auch über diesen Selbstzweifel-Gedanken von: „Eigentlich kann ich das doch gar nicht.“ Ich glaube, dass viele Menschen dieses Gefühl sehr gut kennen, auch wenn man Dinge eigentlich schon oft gemacht hat und hohe Expertise im eigenen Bereich besitzt.
Mit der Zeit entsteht aber etwas anderes, und zwar nicht unbedingt völlige Sicherheit, sondern eher das bestärkende und selbstsicher machende Gefühl der Selbstwirksamkeit. Dadurch, dass man Dinge immer wieder macht und man merkt: Ich kann mit Situationen umgehen und ich finde Lösungen. Ich schaffe das.
Je öfter man Dinge macht, desto selbstsicherer wird man darin nach meiner Erfahrung. Und manchmal entsteht Sicherheit eben nicht vorher, sondern erst dadurch, dass man Dinge trotzdem tut.
Im Podcast sprechen wir auch darüber, dass ich nicht nur andere Menschen fotografiere, sondern seit vielen Jahren auch mich selbst.
Was damals eher mit klassischen „Das bin ich“-Selbstportraits begonnen hat, wurde über die Jahre immer experimenteller. Irgendwann ging es weniger darum, mich einfach nur abzubilden, sondern eher um die Frage: „Bin ich das?“
Durch Licht, Schatten, Projektionen, Langzeitbelichtungen, Spiegelungen oder Abstraktion mit Oberflächen entstand immer mehr Freiheit für mich. Die Möglichkeit, Dinge sichtbar zu machen, die sich manchmal schwer in Worte fassen lassen.
Selbstportraits waren für mich deshalb oft auch eine Form des Experimentierens, Beobachtens und Sich-selbst-Kennenlernens.
Wenn du auch mit deiner Expertise authentisch fotografiert werden möchtest, ist ein Personal Branding Shooting die schnellste Abkürzung zu einer Außenwirkung, die sich nach dir anfühlt und die im Alltag wirklich funktioniert.
Mehr Infos zum Ablauf, zur Vorbereitung und zu den Preis-Paketen findest du auf meiner Seite zur
Sabine ist Fotografin und Grafikdesignerin. Seit über 17 Jahren begleitet sie Menschen dabei, ihre Persönlichkeit vor der Kamera sichtbar zu machen. Sie ist spezialisiert auf moderne Businessfotos und Personal Branding Portraits, die Marken und Persönlichkeiten authentisch sichtbar machen. Neben ihren Auftragsarbeiten realisiert sie konzeptuelle und experimentelle Selbstportraits als kreatives Ausdrucksmittel zwischen Emotion und Ästhetik.
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